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METZ

Vom Norden via Luxemburg ab in den Süden. Dabei lässt man rechts und links der Strecke so manche Städte und andere Schönheiten ausser acht, die einen Zwischenstopp verdienen.

So gehört auch die Stadt Metz, 45 km hinter der luxemburgischen Grenze, zu den Unbekannten vieler Urlaubsreisender. Eine Stadt, die es zu besuchen lohnt, ob für einen kurzen Aufenthalt oder für grenznahe Anwohner für einen Tagesausflug.

Im Departement Moselle (57) liegt Metz direkt an der Autobahn A31. Auf eine lange und bewegende Geschichte kann die Stadt blicken, deren erste Besiedlungsspuren bis auf das Jahr 3.000 v. Chr. zurückreichen. Als ursprünglicher Stammsitz der Karolinger war Metz  von 1180-1210 auch freie Reichsstadt. Im Jahr 1552 fiel die Stadt von Kaiser Karl V., dann Frankreich und dessen König Heinrich II. zu. Zwischen zwei Ländern hin und her gerissen, gehörte Metz von 1871-1918 zum deutschen Kaiserreich, nach dem I. Weltkrieg wieder zu Frankreich, bevor es 1940-1944 wieder von Deutschland besetzt wurde, um nach dem II. Weltkrieg wieder französisch zu werden. So hat sich die Auswirkung der deutschen Zugehörigkeit auch auf das Stadtbild ausgewirkt.

Die im 13. - 16. Jahrhundert erbaute Kathedrale Saint-Etienne dominiert das Zentrum mit seiner Markthalle und den kleinen Gassen.  Sie hat das höchste Kirchenschiff Frankreichs (42 m), und ihre Kirchenfenster mit 6.500 m² zählen weltweit zu größten. Die Besichtigung gehört zum Pflichtprogramm.

Direkt nebenan steht das Schlemmerparadies, die Markthalle. Täglich geöffnet bietet sie für jeden Gaumen eine frische Auswahl an Fleisch, Fisch, Gemüse, Molkereiprodukte und andere Spezialitäten.  Für den schnellen Snack oder den großen Hunger kann man Köstlichkeiten an einem der vielen Imbiss-Stände genießen. Zahlreiche Restaurants findet man am Place Saint-Jacques mit vielen, regionalen Spezialitäten, die drinnen oder draußen auf dem großen Platz serviert werden.

Wer den Weg nach unten zur Mosel wählt, findet am Place de la Comédie, an der Spitze der kleinen Insel, den Temple Neuf, der dem Dom von Speyer und Worms nachempfunden ist. Er wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts für die nicht-katholische Bevölkerung errichtet.

Weitere Sehenswürdigkeiten sind die Avenue Foch, die durch ihre verschiedenen Architekturstile einzigartig in Frankreich ist, oder das nach teutonischen Rittern benannte, imposante Deutsche Tor aus dem Mittelalter. Aber auch das Museum Cour d'Or oder das Centre Pompidou-Metz und die Parks und Gärten von Metz laden zum Verweilen ein. Zu den sehenswerten Gebäuden zählen der nach den Wünschen von Kaiser Wilhelm II. erbaute Bahnhof, das Kloster der Rekollekten sowie die Kirchen Saint-Pierre-aux-Nonnains, Saint-Maximin und die Templerkapelle.

Am Rand der Innenstadt finden sich zahlreiche Parkplätze, die Parkhäuser im Zentrum haben typischerweise sehr enge Einfahrten und Plätze und sind für SUVs kaum geeignet. Wohnmobile parken am besten auf dem Wohnmobil-Parkplatz (kostenfrei) in der Allee Metz Plage vor dem Camping Municipal.

Weitere Informationen zu Metz finden Sie hier

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