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Lavendel in der Provence

doch Lavendel ist nicht immer Lavendel

Jeder verbindet die Provence mit Lavendel und das zu Recht. Wie sagte bereits der französische Schriftsteller Jean Giono  «Der Lavendel ist die Seele der Haute Provence». Hinzu kommnen die ganzen Hochglanz- und Werbefotos, auf denen blühende Lavendelfelder zu sehen sind,  die  jährlich Scharen von Touristen zur Blütezeit anziehen. Doch was hat es mit dieser violettblauen Pflanze auf sich? 

Die Lavendelarten
Der Lavendelanbau ist einer der wichtigsten Wirtschaftsfaktoren der Provence und Frankreich der größte Lavendelproduzent weltweit. Damit die landwirtschaftlichen Erträge gesteigert werden konnten, wurde auch die Lavendelpflanze dem Anbau angepasst. So werden in der Region überwiegend zwei Sorten angebaut, die der Laie optisch kaum unterscheiden kann:

Echter Lavendel 

wächst erst in einer Höhe ab 600 m in den Hochebenen. Seine Pflege ist aufwendig, er muss mit der Sichel geerntet werden und der Ernteertrag stellt sich erst nach ein paar Jahren ein. Dafür bietet er die höchste Qualität. Das beste Lavendelöl für Parfüm und medizinische Zwecke wird daraus gewonnen.

Lavandin (auch Provence-Lavendel genannt)

ist eine robuste Kreuzung aus dem echten Lavendel und dem breitblättrigen Lavendel. Seine angelegten Felder dominieren in den Ebenen die Anbauflächen und prägen den größten Teil der Landschaft. Bereits nach einem Jahr bringt er den ersten Ertrag und kann maschinell geerntet werden. Seine Qualität ist aber geringer gegenüber dem echten Lavendel. Verwendet wird er in der Kosmetik- und Duftstoffindustrie. Auch für die beliebten Souvenire, wie Lavendelsäckchen und Lavendelsträucher findet er Verwendung. 

Die Lavendelblüte

Die Blütezeit muss man aber einmal erlebt haben. Der intensive Geruch und die violetten und blauen Farbvariationen (sogar weiß und rosafarben), erstrecken sich vom Mittelmeer bis in die Hochebenen der Hautes-Alpes.

Die Blütezeiten schwanken je nach Lavendelsorte und Anbauhöhe.  Die Blüte beginnt von Ende Mai und endet Anfang September. Der großflächig angebaute Lavandin beginnt erst Ende Juni mit der Blüte, die ab Anfang  August mit dem Beginn der Ernte, bereits ihr Ende erreicht. Somit ist der Juli, während der Ferienzeit, die Provence das Ziel vieler Touristen. 

 

Die Lavendelfelder

erstrecken sich im Departement Drome, Vaucluse und Alpes-de-Haute-Provence. Es muss nicht die viel beworbene und überlaufene Abbaye Notre-Dame de Sénanque sein, um Lavendelfelder zu genießen, so schön der Anblick dort auch ist. So findet man schöne und ausgedehnte Felder auf dem Plateau de Valensole,  Plateau de Sault, Plateau d’Albion und Rund um Apt und Lourmarin.

Karten zu den schönsten Feldern und Routen finden Sie hier, jedoch nur in frz. und engl.:
Karte zur Blütezeit          Karte zu den schönsten Routen

Lavendelprodukte

Unzählige Produkte werden aus und mit Lavendel hergestellt. Neben Parfum und anderen Duftstoffen für die Kosmetik und Reinigungsmittel-Industrie, wird Lavendel in der Pharmazie und Lebensmittelindustrie, und im Souvenirbereich für Duftsäckchen, Sträuße und Seife verwendet. 

Eines der besten Produkte ist der «Miel de Lavande» (Lavendelhonig), dessen beste Qualität und besten Geschmack  man bei einem Imker vor Ort erhält. Auch Speiseeis mit Lavendel «Glace a la Lavande» ist sehr lecker.

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