Frankreich-Mobil-Erleben

Das informative Online-Magazin für Wohnmobilisten, Camper und  Individualisten
 

Corona und Kälte
Kann ich mit dem Wohnmobil nach Frankreich fahren und was muss ich beachten?

15. Oktober 2020

Vorwort
Ja, man kann nach Frankreich reisen. Auch dort gibt es wie in Deutschland Gebiete mit einer sehr geringen Infektionsrate.
Wir raten aber Arbeitnehmern und Familien mit Schülern, wegen einem evtl. Lohn- und Schulausfall im  Hinblick auf die Quarantäne, von einer Reise über die Herbstferien davon ab, ebenso den gesundheitlich gefährdeten Personengruppen.
Diese Information dient somit überwiegend Rentnern, Privatiers, digitalen Nomaden und anderen Personen, die mit diesen Einschränkungen und dem Risiko leben können.
 

Einreise
Trotz steigender Infektionszahlen und fast täglich neuen Hiobsbotschaften und Regeln ist die Einreise nach Frankreich weiterhin ohne Einschränkungen möglich. Ein Coronatest muss nicht vorgelegt werden. 

Ausreise
Wer von Frankreich nach Deutschland wieder einreist, muss sich 48 Stunden vor oder nach der Wiedereinreise nach Deutschland auf Corona testen lassen und solange in Quarantäne bleiben, bis das Testergebnis vorliegt.

Ab dem 8. November sollen jedoch neue Regeln für Einreisen aus ausländischen Risikogebieten gelten: Reisende ohne triftigen Reisegrund müssen dann zehn Tage lang in Quarantäne, können sich aber ab dem fünften Tag frei testen lassen.

 

Corona in Frankreich und Ausgangssperren
Wegen der rasant steigenden Corona-Zahlen hat die französische Regierung die Corona-Beschränkungen nochmals verschärft. Ab 17. Oktober gilt landesweit wieder der Gesundheitsnotstand. In folgenden Großstädten dürfen die Menschen zwischen 21 Uhr abends und sechs Uhr morgens das Haus nicht mehr verlassen: Großraum Paris, Marseille, Grenoble, Lyon, Lille, Rouen, Toulouse und Saint-Etienne. Bei Verstößen droht ein Bußgeld von 135 Euro.

 

In Paris und in Marseille gilt schon längerer Zeit die "höchste Alarmstufe". So mussten Bars und Cafés, Clubs und Tanzsäle schließen; ebenso sind Feste jeglicher Art untersagt. Restaurants dürfen hingegen unter Einhaltung der verschärften Hygiene-Regeln geöffnet bleiben. 
Trotzdem können jederzeit neue Vorschriften und Verbote erlassen werden. Beachten Sie daher unbedingt die Nachrichten oder informieren Sie sich auf   
Deutsche Vertretung in FrankreichMein FrankreichChiennormandieGouvernement.fr

 

Krankenversicherung
Erkundigen Sie sich vor Reisebeginn, ob Ihre Krankenversicherung im Ausland Epidemien oder Pandemien vom Versicherungsschutz oder im Fall einer Reisewarnung vom Auswärtigen Amt ausschließt. Dies betrifft auch Reise-Krankenversicherungen. Externe Info 

Reiseziele
Im Hinblick auf Corona, sollte man die oben genannten Großstädte und das weitläufige Umland unbedingt meiden. Frankreich bietet mehr als die risikoreichen Regionen. Wir empfehlen, sich täglich über die Risikogebiete in den Medien zu informieren, und Departements mit der geringsten Infektionsrate auszuwählen. Hilfreich ist hierbei diese Karte, je heller das Departement farblich unterlegt ist, desto geringer ist die Rate. Meiden Sie also die roten Gebiete für einen Aufenthalt. Welche Departements derzeit mit erhöhter Virusverbreitung eingestuft hat, haben wir am Ende dieses Berichts aufgeführt.

Wohnmobilstellplätze
Anstatt die bekannten und hochgelobten Stellplätze anzufahren, wie man sie in deutschen Stellplatzführer findet, sollte man über andere Stellplatzführer und Apps Plätze wählen, die mehr Plätze vorstellen, und welche vielleicht nicht mit 5 Sternen bewertet sind und nicht in einem Risikogenbiet liegen. Hier empfehlen wir folgende Stellplatzführer:  Park4night CampercontactCampingcar-info

Auch die privaten Stellplätze wie Camping Ferme, Homecamper, Camper für Camper und die Camping Municipal (sofern noch geöffnet) sind ideale und oft die bessere Alternative. Alle Informationen zu diesen Anbietern finden Sie auf dieser Seite

 

Winter, Kälte und Gas
Bei winterlichen tiefen Temperaturen geht bei manchen bereits nach 48 Stunden das Gas zur Neige, und nur wenige haben mehr als zwei Flaschen an Bord. Damit nicht schon der Urlaub wegen Gasmangel nach 4-6 Tagen zu Ende ist, sollte man sich bereits vor Reisebeginn mit einem Adapter oder Gasschlauch (G2) ausrüsten, um eine französische Gasflasche nutzen zu können. Alle wichtigen Infos dazu haben wir auf unserer Seite "Gas" erklärt.

Viele Stellplätze sind auch mit Strom ausgestattet. Um Gas für die Heizung zu sparen, kann man einen kleinen Heizofen(Amazon) mit wenig Stromverbrauch nutzen, damit nicht der gesamte Stellplatz lahm gelegt wird.

 

Campingplätze
sind ab Ende September meist "Mangelware". Nur sehr wenige, ausgenommen in den Wintersportgebieten, haben zwischen Oktober und Ostern geöffnet. 

Das sollten Sie unbedingt beachten

  • Informieren Sie sich vor Ort über die dort geltenden Corona-Regeln. Jeder Bürgermeister hat das Recht, für seine Gemeinde entsprechende Regeln aufzustellen. So kann es selbst in ländlichen Gebieten möglich sein, dass im Ort, am Strand oder in bestimmten Zonen Maskenpflicht gilt.
  • Vermeiden Sie, soweit dies möglich ist, persönliche enge Kontakte mit Fremden oder Orte mit großen Menschenansammlungen.
  • Halten Sie den Mindestabstand von 1.50 m ein.
  • Vermeiden Sie tägliche Einkäufe und Restaurant- oder Barbesuche.
  • Waschen und desinfizieren Sie Ihre Hände wenn Sie ins Mobil zurückkehren
  • Auch die französischen Wohnmobilzeitschriften empfehlen:
    Halten Sie auf dem Stellplatz einen größeren Abstand als üblich zum Nachbarn ein und lassen Sie nach Möglichkeit eine Bucht zwischen den Fahrzeugen frei.

Gefährdete Departements
Die französische Regierung hat ihrerseits eine Reihe von Départements als Gebiete mit erhöhter Virusverbreitung eingestuft, mit der Folge, dass die dortigen Behörden ausgewählte Bereiche des öffentlichen Lebens einschränken können.
Dies sind derzeit die Départements Ain 01, Alpes-de-Haute-Provence 04, Hautes-Alpes 05, Alpes-Maritimes 06, Ariège 09, Aude 11, Aveyron 12, Bouches-du-Rhône 13, Calvados 14, Charente 16, Corrèze 19, Corse-du-Sud 2A, Haute-Corse 2B, Côte-d‘Or 21, Doubs 25, Drôme 26, Eure 27, Gard 30, Haute-Garonne 31, Gers 32, Gironde 33, Hérault 34, Ille-et-Vilaine 35, Indre-et-Loire 37, Isère 38; Landes 40, Loire 42, Haute-Loire 43, Loire-Atlantique 44 ; Loiret 45, Lozère 48, Maine-et-Loire 49, Marne 51, Haute-Marne 52, Meurthe-et-Moselle 54, Morbihan 56, Nièvre 58, Nord 59, Oise 60, Pas-de-Calais 62, Paris 75, Puy-de-Dôme 63; Pyrénées-Atlantiques 64; Hautes-Pyrénées 65, Pyrénées-Orientales 66; Bas-Rhin 67, Rhône 69, Saône-et-Loire 71, Sarthe 72, Savoie 73, Seine-Maritime 76, Seine-et-Marne 77, Yvelines 78, Somme 80, Tarn 81, Tarn-et-Garonne 82, Var 83, Vaucluse 84, Vienne 86, Haute-Vienne 87, Yonne 89, Territoire de Belfort 90, Essonne 91, Hauts-de-Seine 92, Seine-Saint-Denis 93, Val-de-Marne 94, Val-d'Oise 95, im europäischen Teil, Mayotte 976, Guadeloupe 971, Guyana 973, Saint Barthélemy 977, Saint-Martin 978, Martinique 972 und La Réunion 974 in Übersee. Für die Überseegebiete Französisch-Guayana und Mayotte gelten wegen erhöhter Virusverbreitung Einreisebeschränkungen.
Am 24. September 2020 hat die französische Regierung eine neue COVID-19-bezogene Klassifizierung des Staatsgebietes verkündet: Alarm (alerte - A), verstärkter Alarm (alerte renforcée - AR) und maximaler Alarm (alerte maximale - AM). Sie orientiert sich vor allem an der allgemeinen 7-Tages-Inzidenz (A ≥ 50, AR ≥ 150, AM ≥ 250). Die Stufe AM gilt aktuell für das Stadtgebiet von Paris (75) und die umliegenden Departements Hauts-de-Seine (92), Seine-Saint-Denis (93) und Val-de-Marne (94), den Großraum Marseille/Aix-en-Provence, die Städte Lille, Grenoble, Lyon, Saint-Etienne, Montpellier und Toulouse und das Überseegebiet Guadeloupe.
[Quelle: Auswärtiges Amt für Frankreich]   LINK

Allen, die trotz dieser Krise Ihren Urlaub in Frankreich verbringen,

 

wünschen wir einen schönen Aufenthalt und kommen Sie gesund wieder.

© FME 20201015

 

 

 
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