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Cap Fréhel

Ein Steinwurf vom Fort la Latte entfernt, liegt das berühmte Cap Fréhel mit seinem Leuchtturm „Phare du Cap Fréhel“.  Zu Fuß führt der Weg 5 km über den großen Küstenwanderweg GR34 an den Klippen entlang.  Mit dem Fahrzeug  ist die 4 km lange Straßenverbindung zwar schnell bewältigt, man verzichtet aber auf den Meerblick und die unberührte Natur- und Heidelandschaft.

Für die Übernachtung oder einen längeren Aufenthalt bietet sich für Camper und Wohnmobile als Geheim-Tipp (der zwischenzeitlich schon keiner mehr ist) der Campingplatz „Camping du Pont de l’Etang“ an. 1,5 km vom Ort entfernt, liegt der Platz direkt am Meer mit Badebuchten und türkisblauem Wasser. Ein Naturgelände mit 900 unparzellierten Stellplätzen, mit und ohne Strom, unter Bäumen oder auf der Wiese, mit oder ohne Meerblick - das erwartet einen auf diesem einfachen aber sehr großen Gelände. Die Sanitäranlagen sind nicht modern, aber zweckmäßig.  Je nach Lage des Stellplatzes ist ein Fahrrad empfehlenswert, um z.B. den Müll am Eingang zu entsorgen. Und das alles in der Vor- und Nachsaison für 11,90 € pro Mobil mit 2 Personen und Strom.  

Bei unserer Ankunft am Abend finden wir einen  1000 m von der Rezeption entfernten wunderbaren Platz auf einer Wiese mit Strom und Meerblick, dazu das Sanitärhaus in unmittelbarer Nähe. Ein kleiner Abendspaziergang am Strand  ist noch angesagt. Die Ruhe, die leichte Brise und das Meeresrauschen; mehr brauchen wir nicht.


Am nächsten Morgen, bei strahlendem Sonnenschein, begeben wir uns nach einem guten Frühstück gestärkt auf den GR 34 zum 7 km entfernten Cap Fréhel. Der schmale Weg führt uns direkt an den Klippen durch die Heidelandschaft entlang und bietet ständig neue beeindruckende Bilder. Gut, dass die Digitalfotografie Einzug gehalten hat, es wäre sonst ein teurer Spaziergang geworden.   


Wir sind in der Region Bretagne mit bis zu 4 Jahreszeiten am Tag. So werden auch wir unverhofft von dem berühmten bretonischen Regen (man sieht ihn nicht und fühlt ihn nur) überrascht. Für einen solchen „Notfall“ führen wir meist 2 Einweg-Caps mit uns.  So schnell, wie der Regen kam, war auch die Sonne verschwunden und die Temperaturen gingen deutlich nach unten.

Das Ziel ist einfach zu finden, immer dem Weg entlang und dem 33m hohen Leuchtturm entgegen, der am Cap Fréhel  (70 m ü. NN) steht. Der 1946 gebaute Backsteinturm, mit einer Leuchtweite mit 55 km, ersetze die Vorgänger aus den Jahren 1840 und 1694. Der Aufstieg zum Turm ist kostenpflichtig. Wir scheuen nicht die 3,- € Eintritt, aber den Treppenaufstieg und bleiben am Boden.   



Dafür bewundern wir die an der Steilküste nistenden Vögel, ein Vogelschutzgebiet mit hunderten von Vögeln. Mit Kreischen und Schreien fliegen die Haubenkormorane, Silbermöwen, Lummen und anderen seltenen Arten zu ihren Nistplätzen.



Aus Zeitgründen und der Feuchtigkeit wegen, verzichten wir, dem GR 34 für weitere 5 km bis zum Fort la Latte zu folgen und begeben uns auf den Rückweg. Bretagne-Kenner wird es nicht überraschen, dass der Regen so schnell aufhörte, wie er anfing und die herbstliche Sonne mit über 20° uns zum Schwitzen brachte. Die 1-Euro-Einweg-Caps haben ihre Pflicht getan und wandern in die nächste am Weg stehende Mülltonne.  

Karte mit Stell- & Campingplätze am Cap Fréhel

Am späten Nachmittag sind wir am Stellplatz zurück. Wir nehmen eine ausgiebige Dusche, deren Temperatur leider nicht regelbar ist und schon zum Tee kochen geeignet wäre. Rot, wie ein gekochter Hummer, bereiten wir das Abendessen vor und genießen draußen unser Steak mit Baguette bei einem Glas Rotwein, während langsam die Sonne am Horizont im Meer versinkt.


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Dieser Platz gehört in der Bretagne mit zu unserer ersten Wahl.

Zum Reisebericht Fort la Latte

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Der Campingplatz