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Ploumanac'h und Trégastel
an der Côte de Granit Rose

Die Bretagne ist nicht nur eins der schönsten und beliebtesten Urlaubsziele in Frankreich, sie bietet neben unzähligen Sehenswürdigkeiten auch traumhafte Küstenabschnitte, von flachen Sandstränden bis hin zu imposanten Klippenlandschaften. Doch um die Bretagne zu erkunden reicht auch ein Jahr nicht aus.

Einen Abschnitt sollte man sich bei der ersten Bretagne-Reise jedoch nicht entgehen lassen –die "Côte de Granit Rose", die sich im Norden zwischen Paimpol und Trébeurden erstreckt. Über 300 Millionen Jahre alt, sind die gewaltigen roten Granitblöcke, die mit dem türkisfarbenen Meer einen eindrucksvollen Farbkontrast bilden und einen bleib haften Eindruck hinterlassen. Sonne und Schatten, Trockenheit und Nässe, lassen die rosa Küste immer wieder in einem neuen Licht erscheinen.

Für uns liegt der schönste Abschnitt zwischen Trégastel und rund um Ploumanac'h. Dort türmen sich, wie wahllos hingeworfen, die gewaltigen Granitklötze an Land und im Wasser auf. Über Jahre haben Wind und Wetter kuriose Formationen entstehen lassen, denen man phantasievolle Namen, wie zum Beispiel Totenkopf, Champignon, Elefant u.v.m. gab. Fast jeder Stein lässt eine Interpretation zu, je nach Blickwinkel und Lichteinfall.

Trégastel 
Hier, im westlichen Nachbarort von Ploumanac'h, parken wir unser Wohnmobil auf dem Stellplatz gegenüber dem Super U. Von dort beginnen wir unsere erste kleine Wanderung
 (7 km) entlang des Strandes in Richtung Ortszentrum von Trégastel zur Île Renote.  Die ehemalige Insel ist zwischenzeitlich eine Halbinsel, die für Fahrzeuge gesperrt ist und schöne Badestrände zum offenen Atlantik bietet. Bei Ebbe lässt sich, natürlich in entsprechendem Schuhwerk, die Île Renote vom Stellplatz auch durch die kleine Bucht (Baie de Sainte-Anne) erreichen. Der ca. 3 km lange Rundweg auf der Halbinsel, mit den Felsen: Totenkopf und Würfel, bietet eine wundervolle Aussicht auf die Granitküste. Trégastel, der beliebte Badeort mit schönen Stränden, bietet dazu ein sehenswertes Aquarium.

Ploumanac'h
Heute folgen wir dem berühmten Sentier des Douaniers (Zöllnerweg) über Ploumanac'h in Richtung Perros-Guirec und folgen, dank Ebbe und vorbei an schönen Granithäusern, dem Küstenstreifen zum Hafenbecken von Ploumanac'h. Auf dem Damm, der die beiden Orte trennt, steht eine alte Gezeitenmühle aus dem Jahre 1375, die in den Sommermonaten besichtigt werden kann. Nach der Dammüberquerung führt der Weg entlang des Hafens zum Chemin de la Pointe; von hier hat man auf die vorgelagerte Île des Costaérès einen wundervollen Blick, mit dem Schlösschen des deutschen Kabarettisten Dieter Hallervorden, der das Schloss 1989 als Feriensitz kaufte. 
Zwischen Wälder und Granitsteinen führt der Weg hinunter in eine Postkartenidylle, der Bucht von Ploumanac'h. Hier soll der heilige Guirec, der Namensgeber von Perros-Guirec an Land gegangen sein. In der Bucht hat man ihm zu Ehren ein Oratorium errichtet, in dessen Mitte aus Granit sein Standbild errichtet wurde. Die ehemalige Statue aus Holz musste ersetzt werden, da unverheiratete Frauen ihr eine Nadel in die Nase steckten,  um der Legende nach, noch im selben Jahr zu heiraten, wenn die Nadel haften blieb.

Der Ort selbst ist ein Touristenmagnet mit vielen kleinen Geschäften und Lokalen, und im Sommer hoffnungslos überfüllt.

Dem Küstenwanderweg, durch Heidekraut und Granitformationen, folgend, erreicht man nach etwa 3 km das berühmte Fotomotiv, den Leuchtturm Phare de Ploumanac’h.  Von hier folgen wir dem Weg noch einen Kilometer, bevor wir uns auf den Rückweg machen. Für die Strecke (ca. 16 km), wenn man dazu in einem der kleinen Lokale einkehrt, sollten 5-7 Stunden eingeplant werden, denn ständig wird man auf dem Weg von den bizarren Felsformationen und dem Ausblick aufs Meer, bis hin zu den Sept Îles, zum Stehenbleiben gezwungen. 

Weitere Infos

Stellplatz Trégastel

 Stellplatz Trégastel (Super U)

Campingplatz

Trégastel  

Ploumanac'h

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