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Cap Ferret

 Eine Halbinsel für alle, die in der Nachsaison nicht nur Sonne tanken und frische Austern schlürfen wollen,  sondern auch lange Spaziergänge an feinsandigen Stränden oder durch Pinienwälder  unternehmen wollen, ohne dabei jemandem zu begegnen. In der Hauptsaison ist sie dagegen ein beliebtes Urlaubsziel.



Wir sind nicht an der Côte d’Azur, wie viele bei den Fotos von azurblauem Meer und der herrlichen Landschaft vermuten mögen. Nein,  das Cap Ferret liegt im Departement Gironde, 40km südwestlich von Bordeaux, und schützt die traumhafte Bucht Arcachon, über die wir separat berichten werden, vor dem wilden Atlantik.

An der Westseite des ca. 20km langen Caps erwartet sie der ununterbrochene feine Sandstrand der Côte d’Argent (Silberküste), der nicht nur zum Baden und Surfen einlädt. Blickt man über das Meer, sieht man nichts als Wasser, bis sich das dunkle Meeresblau mit dem hellblauen Himmel am Horizont vereint. Keine Bebauung und kein Lärm stört die Idylle. Für Schatten sorgt der angrenzende, fast unendliche Pinienwald, der fast 100km nach Norden bis zur Gironde-Mündung das Binnenland vor den Winden schützt.  Mit kilometerlangen Rad- und Wanderwegen durchzogen, trennt der Wald den Strand von der Ostseite. Der Duft der Pinien mit ihren großen Zapfen und die im Herbst rot leuchtenden Früchte der Erdbeerbäume werden ständige Begleiter auf Ihren Wander- und Radtouren sein.

Farbenfrohe Siedlungen der Austernzüchter und kleine, pittoreske Dörfer erwarten Sie an der Ostseite des Caps, am Becken von Arcachon.  In dem Paradies für Ökotourismus ist die Austernzucht zuhause. Genießen Sie beim Blick auf die berühmten Pfahlbauhütten (Cabanes tchanquées) und auf die „Dune du Pyla“, Europas größter Wanderdüne, auf einer Veranda vor den bunten Hütten der Austernzüchter die frischen Austern mit einem Glas Weißwein.

Am südlichsten Zipfel des Caps erwartet Sie der berühmte und von weitem sichtbare weiß-rote Leuchtturm „Phare du Cap Ferret“.   258 Stufen führen Sie hinauf auf den 53m hohen Turm. Von hier haben Sie einen unvergesslichen Blick über das Becken von Arcachon und über das Cap Ferret bis hin zur „Dune du Pilat“, mit ihren vorgelagerten Sandbänken, die im türkisfarbenen Meer im Sonnenschein wie Diamanten glitzern. Sehenswert ist auch, mit welcher Gewalt und Strömung der Atlantik bei Flut durch die Meeresenge in das Becken strömt und die zahlreichen Austernbänke überflutet.

Vom Leuchtturm in nördliche Richtung verläuft am Becken das Siedlungsband vom Cap Ferret mit seinen malerischen und viel besuchten kleinen Dörfern L’Herbe, Le Canon, Le Grand und Le Petit Piquey.

Ein bewundernswertes Gebäude mit einer unvergleichlichen Geschichte steht am Rand von L’Herbe, die „CHAPELLE DE LA VILLA ALGÉRIENNE“. Sie wurde im neo-maurischen Stil 1885 erbaut und war ein Teil des maurischen Palastes.  Sie wurde für den katholischen Gottesdienst gestaltet und im gleichen Jahr von Pater Lacouture gesegnet. Lateinische und arabische Schriften, das Kreuz und der Halbmond spiegeln die kulturellen Einflüsse des Sponsors wieder. Sie wurde 2008 unter Denkmalschutz gestellt, im Jahre 2011 komplett renoviert und ist immer noch dem katholischen Glauben zugeordnet.

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Das Cap Ferret ist im Sommer ein Touristenmagnet der Bade- und Sonnenhungrigen, im Herbst das Eldorado für Genießer, Ruhesuchende, Surfer, Wanderer und Radtouristen.

Weitere Informationen auf französisch

 https://www.lege-capferret.com/

http://www.ville-lege-capferret.fr/index.html
Und hier ein kleiner Eindruck