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 Château Villandry
Ein Loire-Schloß von vielen, aber mit dem schönsten Garten

Das abwechslungsreiche Loiretal nehmen wir oft als alternative Route für die Hin- und Rückreise zum Atlantik. Immer entdecken wir Neues und Sehenswertes, nicht nur die Schlösser. Unsere Erfahrung hat gezeigt, dass es interessanter ist, während der Durchreise nur ein Schloß statt mehrere zu besichtigen. Vieles wiederholt sich im Inneren, die zauberhaften Gärten jedoch nicht.

So führt uns heute der Weg von Saumur 60 km in Richtung Orleans,  flußaufwärts an Loire entlang nach Villandry. Knapp 6 km von der Mündung in die Loire liegt der kleine Ort mit seinem berühmten Schloß an der Cher. Nur  300 m vom Château entfernt fahren wir unser Wohnmobil auf den kostenlosen, geschotterten Parkplatz, der heutzutage nur noch tagsüber genutzt werden darf. Am Ortseingang hat zwischenzeitlich der Betreiber Campingcar-Park einen Stellplatz errichtet. Die Gebühr für 24 Stunden beträgt incl. Strom, Ver- u. Entsorgung 12.- €.

Bei bewölktem Himmel wartet das, im 12. Jahrhundert erbaute, Château Villandry auf uns, welches 1532 niedergerissen und 1536 im Renaissancestil wieder neu aufgebaut wurde. Seit 1920 ist das Schloß, mit seinen auf drei Ebenen im Stil des 16. Jahrhunderts angelegten Gärten, öffentlich zugänglich und in Privatbesitz. In ihrer Gesamtheit gehören die Gärten von Villandry zu den weltweit originellsten Gartenanlagen, welches wir nach unserem Besuch eindeutig bestätigen können.


Ausgestattet mit einem Audioguide starten wir den Rundgang im sehr gepflegten Gebäude und haben aus den Fenstern schon einen wunderbaren Blick auf den geometrisch angelegten Garten. Der Ziergarten auf der unteren Ebene ist in Ornamente und Quadrate mit Buchsbaum eingeteilt. 


Wir verlassen das Gebäude und starten mit der Besichtigung des Gartens auf der oberen Ebene. Von der Terrassenanlage mit dem Sonnengarten hat man einen Überblick auf den darunterliegenden Wassergarten, dessen Becken die Gartengräben speist. Man erkennt den italienischen Einfluss der Gartenbaukunst an den Fontänen, Beeten und Gartenlauben.

Die Bepflanzung des Küchengartens im unteren Teil geht auf das Mittelalter zurück. Die Gemüsebeete sind in geometrischen Formen angeordnet und mit hochstämmigen Rosenstöcken verschönert.

Ein Besuch, den wir angesichts der Gartenbaukunst, nicht bereuen. Nach einigen Stunden kehren wir zu unserem Wohnmobil zurück und setzen unsere Fahrt zum nächsten Ziel nach Amboise zum Stellplatz fort. 

Weitere Infos auf deren  Webseite  (auf frz/engl.) oder deutsche Information 

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