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Moules Frites


Fast schon ein Nationalgericht, vor allen Dingen an der Atlantikküste. Während man bei uns, speziell im Rheinland, Muscheln nur in den Monaten mit "R" kennt, werden sie in Frankreich ganzjährig und in vielerlei Kreationen in Restaurants angeboten. Die Beilage: Pommes frites.

Nur in Monaten mit "R", also von September bis April beruht abseits der Küste auf alten Regeln. Als es noch keine Kühltransporte gab, konnten die frischen Muscheln nicht transportiert werden; in den Monaten Mai bis September war es einfach zu warm. Unabhängig davon, findet man in Frankreich z.B. von Ende April bis Ende Juni keine Muscheln auf der Speisekarte, wenn diese frisch aus dem Meer kommen. In dieser Zeit müssen die Muscheln bis zur Ernte noch wachsen. 

Zwischenzeitlich gibt es aber Zuchtbetriebe, die durch Aquakultur in großen Becken, die Muscheln ganzjährig anbieten. Sie sind z.B. daran zu erkennen, dass die Muscheln keine Barthaare haben und sandfrei sind; die Reinigung vor der Zubereitung ist also schnell erledigt. Im freien Meer gezüchtete Muscheln müssen vor der Zubereitung noch von Barthaaren und Algen befreit und gut gewässert werden, um sie vom Sand zu befreien.

Moules Frites ist nicht nur ein preiswertes, sondern auch ein sehr schmackhaftes Gericht. Je nach Lokal werden zwischen 500 - 1.000 g Muscheln je Portion serviert; am gängisten sind 750/800 g. Im Normalfall werden die Muscheln im Muscheltopf serviert und dazu gibt es eine Schale mit Fritten. Je nach Lokal zahlt man 9 - 14 € je Portion.

Unzählige Variationen werden angeboten. Von den einfachen "Marinière" über die beliebten "á la crème" oder andere Variationen wie "Curry", "Safran", "Cidre", "Roquefort", "Bière", "Provencale", "Mouclade", "Moutarde" und, und, und. Es sind fast keine Grenzen gesetzt und  jede Geschmacksrichtung kann befriedigt werden.

So viele unzählige Variationen es gibt, so viele unendliche Rezepte und Zubereitungsarten gibt es inzwischen.

Das Grundrezept für die beliebten "Moules á la crème" ist ganz einfach und schnell zubereitet.

Pro Person sollte man 700 gr. Muscheln rechnen. Im Supermarkt sind sie meist zu 1 kg abgepackt, so dass 2 kg für 3 Personen ausreichend ist. 

Zutaten
2 kg Muscheln
1/4 ltr. Weißwein
etwas Butter
1-2 Zehen Knoblauch
4-5 Schalotten
250 gr. Crème Fraîche
1 Bund glatte Petersilie
Abwandlung: 1/2 Stange Lauch, 2-3 Möhren, etwas Sellerie

Zubereitung
* Muscheln gut waschen und evt. Barthaare und Algen entfernen. Danach in einem Sieb abtropfen lassen.
   Beschädigte Muscheln entsorgen. Geöffnete Muscheln leicht anklopfen, wenn sie sich nicht schließen
   ebenfalls entsorgen.
* Zwiebel, Knoblauch und bei der Abwandlung das Gemüse in Würfel schneiden.
* Butter in einen großen Topf geben und darin die Zwiebel mit dem Knoblauch und evt. dem geschnittene Gemüse
   andünsten.
* Mit dem Weißwein ablöschen und etwas reduzieren lassen.
* Muscheln darauf geben und den Topf mit einem Deckel verschließen.
* ca. 8-10 Minuten dünsten lassen und während dieser Zeit den Topf mehrmals schütteln.
* Wenn die Muscheln geöffnet sind, ist der Garvorgang abgeschlossen.
* Mit einer Schaumkelle die Muscheln aus dem Sud nehmen und warm stellen.
* In den Sud jetzt die Crème fraîche einrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
   Falls zuviel Sud, als gewünscht, entstanden ist, etwas Sud vor Zugabe de Crème fraîche abschütten.
   Etwas reduzieren lassen.
* Entweder die Muscheln wieder in den Topf geben und gut schütteln oder die Sauce über die Muscheln schütten
*  Das ganze mit der grob geschnittenen Petersilie bestreunen.
* Dazu die Fritten servieren und Bon Appetit.

Wer Abwandlungen liebt, kann mit der Crème fraîche auch Curry oder Roquefort beigeben.
Und statt Wein, kann je nach Geschmacksrichtung der Sud auch mit Bier oder Cidre angesetzt werden, auf die Zugabe von Creme fraîche sollte man dann aber verzichten. Ohne Crème fraîche ist es die klassische "Marinière".

Verzehr-Hinweis:
1. Muscheln werden mit den Fingern gegessen.
2. Fest verschlossene Muscheln nicht mit Gewalt öffnen, sie sind ungenießbar. 

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