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Das Croissant und seine Geschichte


Jeder kennt es.
Jeder isst es.
Für Frankophile ein Muss
und 
ohne
ist ein französisches Frühstück undenkbar
Aber wo kommt es her?
Beim Croissant denkt jeder an Frankreich. Vor einigen Jahren wussten viele Deutsche noch nicht einmal, wie man es ausspricht. Heute hat es sich in deutschen Bäckereien etabliert, auch wenn es geschmacklich, wie das Baguette, keineswegs mit dem französischen Original aus einer Boulangerie vergleichbar ist.
Das Croissant ist fester Bestandteil des französischen Frühstücks. Weich, leicht bröselnd und nach Möglichkeit lauwarm sollte es sein, zwischen den Fingern zusammenfallen, und die Butter muss über die Finger laufen.  Statt Butter werden zwischenzeitlich in Frankreich auch preiswerte Croissants aus Margarine (überwiegend in Supermärkten) angeboten, sie sind preisgünstiger. Das echte ist und bleibt aber das "Croissant au beurre".

  

Doch nun zu seiner Geschichte.
Ursprünglich stammt es nicht wie erwartet aus Frankreich, sondern aus Wien, und die Türken sollen dazu beigetragen haben. Die Türken belagerten im Jahr 1683 Wien und wollten durch einen Tunnelbau unter der Stadtmauer die Stadt einnehmen, aber ein Bäcker hörte während seiner Arbeit die Geräusche des Tunnelbaus. Der Bäcker schlug Alarm, und die Türken zogen ab. Zum Dank bekamen die Bäcker die Lizenz, Hörnchen in Form des türkischen Halbmonds zu backen, die man heute noch als Kipferl kennt. So die Legende.
Wie kamen die Kipferl nach Frankreich?
Die berühmte Marie Antoinette, Tochter von Franz I. und Maria Theresia, wurde 1770 nach Frankreich verheiratet. In dem ihr fremden Land wollte sie auf ihre geliebten Kipferl nicht verzichten. So wurden die Kipferl für sie von ihren Leibbäckern gebacken. Den Name Kipferl, wie soll man es aussprechen? So entstand der Form wegen, der Name Croissant, welcher "aufgehender Mond" bedeutet. Vom französischen Hof verbreitete sich das Croissant dann über das ganze Land.
Der feine aber gravierende Unterschied

Auch wenn sich das Kipferl und Croissant optisch sehr ähnlich sind, so gibt es seit Ende des 19. Jahrhunderts gravierende Unterschiede.

  • Das Kipferl oder Hörnchen, wie es in Deutschland heisst, wird aus einem Hefeteig hergestellt.
  • Das französische Croissant dagegen aus einem Plunderteig, ein Teig der wie Blätterteig 27x gefaltet und wieder ausgerollt wird, dazu soviel Butter, damit das Croissant beim Verzehr nicht nochmals mit Butter bestrichen werden muss. So entsteht ein Gebäck mit feinem Geschmack und der gewünschten Leichtigkeit.

Und wann hast Du zuletzt ein original französisches Croissant au beurre gegessen?

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