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Dol-de-Bretagne

Vorbei am Mont-Saint-Michel in Richtung Cancal führt unsere Route zum Stellplatz nach Hirel. Abseits von jeglichem Trubel und unmittelbar am Meer, wenn nicht gerade Ebbe ist, können auf einer großen Wiese über 60 Wohnmobile einen Platz finden. Die Gebühr beträgt 6 € und wird abendlich von einem Bediensteten der Stadt kassiert.

Nachdem wir unser Fahrzeug abgestellt haben, ist erstmal ein Spaziergang am fast endlosen Strand angesagt, und in der Ferne ist das imposante Bauwerk des Mont-Saint-Michel erkennbar. Muschelsucher kommen hier voll auf ihre Kosten, ebenso wie die zahlreichen Strandsegler, die hier den Wind und festen Boden für ihre rasante Fahrten nutzen. Dagegen ist das Schwimmen in der 'Baie du Mont-Saint-Michel' nicht möglich, soweit das Auge reicht ist kein Wasser zu sehen, bis zu 15 km zieht sich das Meer bei Ebbe zurück.


Am nächsten Tag besuchen wir die knapp 8 km im Landesinneren gelegene Stadt Dol-de-Bretagne. Vermutungen zufolge, war die einst in keltischer Zeit entstandene Stadt Dol die Hauptstadt der Bretagne und bis ins 16. Jahrhundert Ziel der bretonischen Wallfahrten 'Tro-Breizh'.


Die ehemalige Bischofsstadt stellt Wohnmobiltouristen im Zentrum kostenfreie Stellflächen auf einem Parkplatz, auch für die Übernachtung, zur Verfügung, Von dort aus, schlendern wir durch die Gassen, vorbei an alten Herrenhäusern und erreichen die im 12. Jahrhundert in bretonischer Gotik erbaute Kathedrale, die an der Stelle der ehemaligen Kirche entstand, die von den Engländern im Jahre 1203 niedergebrannt wurde. Ihre großen Buntglasfenster stellen Szenen aus dem Leben ihres Namenpatrons Samson dar, ein Mönch, der im 6. Jahrhundert eingewandert ist.

Unser Hunger treibt uns in ein kleines, urgemütliches Restaurant unmittelbar an der Kathedrale. Selbstverständlich ist Galette und Cidre angesagt. Wir fühlen uns wie bei Muttern, liebevoll wurden wir von der Hausherrin mit einem sehr guten Essen bedient.  Auf dem Weg zurück, entlang der mittelalterlichen Häuserfassaden, bekommt meine Frau Appetit auf ein Eis. Sie erzählt mir, dass sie hier mit meiner Tochter, auf einer gemeinsamen Tour, einen ihrer besten Eisbecher gegessen habe. Wir wurden jedoch enttäuscht, das Lokal hatte um diese Jahreszeit, Ende September, bereits geschlossen.

Nicht nur der berühmte Mont-Saint-Michel, sondern auch das Umland und die Stadt Dol-de-Bretagne ist ein Besuch wert. Ebenso der Mont-Dol, ein 65 m hoher Granitfelsen, dessen Zufahrt am nächsten Tag aber gesperrt war. So konnten wir von der Anhöhe die Aussicht nicht genießen; auch die dortigen im Fels sichtbaren Krallenspuren des Teufels oder der Fußabdruck des Heiligen Michael, die von ihrem legendärem Kampf zeugen, blieben uns daher verwehrt.

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