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Course Landaise

Vorwort

Beim Course Landaise handelt es sich nicht um eine der bekannten Stierkampfarten, bei denen das Tier misshandelt und getötet wird. Als Verfechter dieser Art von Stierkampf, wie dem spanischen »Corrida de Toros« distanzieren wir uns.
Stierkampf ist nicht immer Stierkampf!
Wir möchten aufzeigen, dass es in Frankreich auch andere "Stierkämpfe" gibt, in denen das Tier nicht zu Schaden kommt und bis ins hohe Alter gehegt und gepflegt wird. Es ist ein Schauspiel, das auch Touristen im Urlaub genießen können. 

 

Auf dieser Seite widmen wir uns dem Course Landaise und in einer der nächsten Ausgaben, dem ebenfalls unblutigen Course Camarguaise.

Der »Course Landaise« ist kein Stierkampf

im herkömmlichen Sinn. Im Südwesten Frankreichs, im Departement Landes (Nouvelle Aquitaine), in der Provinz Gascogne ist der Course Landaise ein seit 1286 athletischer Traditionssport zwischen Mensch und Tier. Von Februar bis Oktober findet der traditionelle "Stiersprung", wie er ursprünglich heißt, in den Arenen vieler Orten statt, wobei kein Tier verletzt wird und kein Blut fließt.

 

Die Tiere
sind zwischenzeitlich eine spanische Rinderrasse (bis 130 cm hoch und 500 kg),  die die französischen Kühe abgelöst haben. Sie werden auf Bauernhöfen gezüchtet und aufgezogen. Die Ganderias, wie die Landgüter genannt werden, sind hauptsächlich zwischen Dax und Aire-sur-l'Adour angesiedelt, wo die Tiere nach ihrer Glanzzeit bis zum Ende ihren Lebensabend verbringen dürfen. Wie die Bauernhöfe ihre eigenen Wappen, Farben und Toreros haben, hat auch jedes Tier seinen Namen und ist in eine Klasse eingeteilt.

 

Der Wettbewerb
Beim fast 2 ½ stündigen Wettbewerb, der nach genauen Regeln abläuft,  sind mehrere Toreros im Einsatz, die in bestimmte Positionen eingeteilt sind.
So besteht eine Quadrilla (Mannschaft) aus: Einem Cordier, welcher das Seil hält, das um die Hörner des Stiers befestigt ist. Zwei Entraîneurs manövrieren den Stier in die gewünschte Richtung. Acht Toreros reizen den Stier zum Angriff und der Cordier gibt das Seil frei. Dabei weichen sieben Écarteurs, dem angreifenden Stier geschickt aus, während zuletzt 1 Sauteurs (Springer), ein ausgezeichneter Athlet im letzten Moment gewagt und mit eleganten Pirouetten über das auf ihn zustürmente Tier springt.

In allen Fällen darf das Tier von keinem der Toreros berührt werden!

Drei verschiedene Wettbewerbe werden in der Region durchgeführt:

Course formelle:   Profisport sowie Meisterschaften

Course landaise:   Profisport im Einzelwettbewerb nach Regeln des Landesverbandes

Course mixte:     Amateure. Oft kann nach den Amateuren in Touristengebieten auch das Publikum teilnehmen, dabei werden den Hörnern der Kühe Kugeln aufgesetzt, um Verletzungen zu verhindern.
Ebenso gibt es Wettbewerbe zwischen zwei Ortschaften.

Anmerkung
Gegner dieser Tiersportart müssen sich dann auch zum Beispiel vom Pferdesport, dem Bullenreiten,  Rodeo, Hunderennen usw. distanzieren.

Hier finden Sie:     Die Arenen          Webseite Landesverband             Die Termine

Hier ein Ausschnitt


© FME A85/2019-02-01